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Tanja Becker-Bender, Violine


Oliver Kern, Klavier

Duo
Im Oktober 2003 trafen sich die beiden jungen Musiker zu ihrem ersten gemeinsamen Konzert, einem von Publikum und Presse begeistert aufgenommenen Duo-Rezital beim Beethoven-Fest Bonn, in dem sie Werke von Schumann, Friedrich Cerha, Zemlinsky und Beethoven aufführten. Seither entwickelten sie eine intensive künstlerische Zusammenarbeit mit spannender und vielseitiger Programmgestaltung.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung lobte das "hohe Maß an Gleichgestimmtheit" der beiden Künstler sowie deren "ungebrochene Musizierlaune" und ihre "subtilen Töne". Weitere Pressestimmen bezeichneten ihr Zusammenspiel als "schlicht umwerfend" und betonten ihre "Kunst, Musik wirklich sprechen zu lassen, mit Tönen etwas zu erzählen" (Westfälische Nachrichten Münster); in diesem Sinne sprach die Neue Osnabrücker Zeitung auch von "echter musikalischer Kommunikation, die in jedem Moment neu erschaffen wird". Als "zwei Sternstunden der Kammermusik" erlebte der Rezensent der Bonner Rundschau den "in allen Belangen meisterhaft gestalteten" Duoabend der beiden im Bonner Beethoven-Haus, und die Rheinpfalz befand: "Es ist unmöglich, sich der Faszination dieses Spiels zu entziehen!"
Die Pläne des Duos für die kommende Saison beinhalten Konzerte im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins und beim hochkarätig besetzten Festival "The Next Generation" im Harenberg City-Center in Dortmund.

Tanja Becker-Bender, Violine
(ein Bild finden ist bei den "Instrumentalsolisten" hinterlegt)
geboren 1978 in Stuttgart, erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren und machte sich seit ihrem solistischen Konzertdebüt bei den Salzburger Schlosskonzerten im Alter von elf Jahren rasch einen Namen als eine der herausragenden Geigerpersönlichkeiten der jungen Generation. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung charakterisiert ihr Spiel als von "völlig ausgereifter Virtuosität und phänomenaler Intensität des Ausdrucks und der Balance". Ihre Interpretationen der Violinkonzerte von Beethoven und Brahms finden ebenso große Anerkennung wie die der Konzerte von Strawinsky, Berg, Weill, Korngold und Philip Glass; bereits neunzehnjährig hob sie das Violinkonzert von Rolf Hempel in der Uraufführung aus der Taufe.
Tanja Becker-Bender konzertierte als Solistin unter Kurt Masur, Gerd Albrecht, Fabio Luisi, Uriel Segal und Ken-Ichiro Kobayashi, zusammen mit namhaften Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Singapore Symphony Orchestra, dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Radio Sinfonieorchester Stuttgart des SWR und dem Prager Kammerorchester, um nur einige zu nennen. Konzerte führten sie in bedeutende Konzertzentren wie Suntory Hall Tokyo, Lincoln Center New York, Victoria Hall Genf, Schauspielhaus Berlin, Gewandhaus Leipzig, Herkulessaal München. Sie gastiert regelmäßig bei internationalen Festivals, darunter das Schleswig-Holstein-Festival, das Beethoven-Fest Bonn, die Schwetzinger Festspiele, das Rheingau-Festival, die Kronberg Academy, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Festival von Flandern und die Chautauqua Institution (NY). Als Kammermusikerin trat sie zusammen mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Boris Pergamenschikow und Arnold Steinhardt auf. Recitals gab sie in New York, Buenos Aires, Montevideo, Paris, London, Brüssel, Rom und Wien, wobei ihre Programme sich von der zyklischen Aufführung der Solowerke von Bach über die der zehn Violinsonaten von Beethoven bis zur thematisch eingebundenen Präsentation von Werken unserer Zeit erstrecken.
Tanja Becker-Bender erhielt höchste Auszeichnungen beim "Concours International d'Exécution Musicale" in Genf und beim Internationalen Violinwettbewerb "Premio Nicolò Paganini" in Genua, wo ihr zusätzlich ein Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes verliehen wurde. Weitere bedeutende Auszeichnungen erspielte sie sich mit dem Bunkamura Orchard Hall Award in Tokyo, mit ersten Preisen im Internationalen Violinwettbewerb "Premio Rodolfo Lipizer" in Gorizia, Italien, und im "Concours International de Musique de Chimay" in Belgien.
Nach frühen Studien bei Wilhelm Melcher in der Vorklasse der Stuttgarter Musikhochschule und einem Studienjahr an der Guildhall School in London bei David Takeno - gleich nach dem vorzeitig abgelegten Abitur 1996 - waren Günter Pichler an der Wiener Musikuniversität und Robert Mann an der Juilliard School in New York ihre wichtigsten Lehrer. Dabei wurde sie gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes, dem DAAD, der ZEIT-Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben.
Neben zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen erschien 1999 ihre erste CD beim belgischen Label Pavane mit Werken für Violine und Klavier von Antonín Dvorák. In Kürze wird eine CD mit Bach-Sonaten und -Partiten für Violine solo bei Callisto Records in Italien erscheinen.
Tanja Becker-Bender spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri del Gesù (Cremona 1728) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, Eigentum von "Blue de Brasil" der Fazenda Ipiranga.

Oliver Kern, Klavier
Subtil und präzise, aber dennoch beseelt und temperamentvoll" umschrieb die Süddeutsche Zeitung das Spiel von Oliver Kern im März 1999. Das schien auch die Jury des ARD-Wettbewerbes zu überzeugen. Dem 2. Preis in München - ein erster wurde nicht vergeben - schloss sich vor kurzem der 1. Preis beim Internationalen Beethoven-Wettbewerb Wien an, den er als erster Deutscher überhaupt gewinnen konnte. Dies war ein weiterer Höhepunkt in der an Erfolgen nicht eben armen Karriere des jungen Pianisten:
Mehr als ein Dutzend Mal reüssierte Kern in den vergangenen vier Jahren bei internationalen Konkurrenzen, darunter beim Deutschen Musikwettbewerb des Deutschen Musikrats, beim Internationalen Klavierwettbewerb in Peking (China), beim Internationalen Klavierwettbewerb in Hamamatsu (Japan) sowie bei mehreren Wettbewerben in Italien und Spanien.
So werden schon seit einiger Zeit Festivals und Konzertveranstalter auf den 1970 in Schwäbisch Gmünd geborenen, bei Wan Ing Ong, Rudolf Buchbinder und Karl-Heinz Kämmerling ausgebildeten Stipendiaten des Deutschen Musikrats aufmerksam: das Schleswig-Holstein-Musikfestival, die Schwetzinger Festspiele, das Rheingau-Festival, das Beethoven-Festival Bonn, der Carinthische Sommer oder das Mozart-Festival Prag verzeichneten bereits seine Mitwirkung, Auftritte in renommierten Sälen wie dem Musikverein Wien, dem Auditorium St. Cecilia in Rom, der Musikhalle Hamburg, in der Münchner Residenz, der Stuttgarter Liederhalle, dem Schauspielhaus Berlin, dem Frankfurter Kaisersaal oder der Salle Gaveau in Paris machten seinen Namen weiten Kreisen bekannt.
Neben Recitalprogrammen erarbeitet Kern natürlich auch Klavierkonzerte und spielte als Solist mit Orchestern wie dem Radiosinfonieorchester Berlin, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, des Österreichischen Rundfunks, dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, dem China National Symphony Orchestra, dem New Japan Philharmonic Orchestra oder dem Stuttgarter Kammerorchester unter Dirigenten wie Dennis Russell Davies, Lü Jia, Marc Soustrot oder Michael Stern.
Ganz besonders am Herzen liegt ihm die Interpretation von Werken des Komponisten Johannes Brahms, welche ihn bis hin zur Gesamtaufführung der Klavierkompositionen dieses Komponisten beim Classix Festival Braunschweig 2003 geführt hat: "Mit Spannkraft und Poesie gestaltet Oliver Kern den Brahms-Zyklus" (Braunschweiger Zeitung).
Produktionen und Konzertmitschnitte bei ARD-Rundfunkanstalten, ORF, RAI, Fuji-TV oder bei Radio France dokumentieren das breite Spektrum seiner Aktivitäten zwischen Bach und Lachenmann, zu denen natürlich auch der Bereich der Kammermusik gehört. Beim Label "Realsound" hat er CDs mit Solowerken von Beethoven und Brahms veröffentlicht. Neben seiner Aktivität als Pianist unterrichtet Oliver Kern in Internationalen Meisterkursen als Dozent für Klavier und wird oft als Jurymitglied in Internationale Klavierwettbewerbe wie den "Vianna da Motta" - Wettbewerb in Lissabon eingeladen.

 
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