Ulrike-Anima Mathé, Violine
Ulrike-Anima Mathé, gebürtig in Deutschland, zählt zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der gegenwärtigen Musiklandschaft. Als Solistin ist sie seit nunmehr 20 Jahren Gast auch auf den großen internationalen Konzertpodien wie im Mozarteum Salzburg, in der Tonhalle Zürich, im Palais des Beaux Arts in Brüssel, im Kennedy Center in Washington, in der Carnegie Hall in New York und in der Liederhalle in Stuttgart und den Philharmonien in Köln und Berlin. Dabei arbeitete sie zusammen unter anderem mit der Tschechischen Philharmonie, dem Dallas Symphony Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Staatskapelle Weimar und den Polnischen und Ungarischen Rundfunkorchestern. Ihr Repertoire umfasst neben den großen Standardwerken der konzertanten Literatur auch zunehmend kammermusikalische Literatur von der Klassik bis zur Moderne. So ist Ulrike-Anima Mathé Mitbegründerin des Ulysses-Ensembles (Sitz in England), das sich schwerpunktmäßig Werken des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart widmet. Ein fulminanter Debüterfolg beim Aldeburgh Festival im letzten Jahr führte zu Engagements in der Wigmore-Hall in London in Zusammenarbeit mit Christine Schäfer, im Concertgebouw in Amsterdam, zum Festival für Neue Musik in Tel-Aviv, zu Einladungen nach Paris und Wien. Im Duo verbindet sie eine langjährige musikalische Partnerschaft mit dem Pianisten Alexander Lonquich. Weitere Duopartner sind Matthias Kirschnereit, Bruno Canino und Dénes Várjon. Sie trat bei den Berliner und Luzerner Festwochen sowie bei den internationalen Festivals in Lockenhaus, Hitzacker, Moritzburg, Ittingen und Ludwigsburg auf. Ulrike-Anima Mathé studierte bei Françoise Zöldy in Basel, bei Dorothy DeLay an der Juilliard School in New York und bei Tibor Varga in Detmold. Darüber hinaus verdankt sie Sándor Végh, András Schiff und Rudolf Serkin besondere musikalische Anregung und Förderung. Die langjährige Teilnahme an der von Serkin geleiteten Marlboro School of Music und an der von Végh initiierten Open Chamber Music in Cornwall sowie das Studium historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum in Basel sind weitere wichtige Stationen ihres künstlerischen Werdegangs, der von Erfolg gekrönt wurde. Beispielsweise gewann sie in den achtziger Jahren einige wichtige internationale Preise wie den 1. Preis beim Europäischen Violinwettbewerb in Wien 1985, den 1. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn 1986, den 1.Preis bei den Young Concert Artists Auditions in New York 1988, einen Preis sowie den Publikumspreis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel 1989. Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen hat Ulrike-Anima Mathé CD-Einspielungen bei Harmonia Mundi, Dorian Recordings und Carus vorgelegt. Darunter ist die erste Gesamteinspielung der sieben Solosonaten op. 91 von Max Reger, das Violinkonzert von Korngold mit dem Dallas Symphony Orchestra unter der Leitung von Andrew Litton, Kreisler-Raritäten mit Sam Sanders als Klavierpartner, sowie das Violinkonzert von Karl Amadeus Hartmann mit Frieder Bernius als Dirigenten. Seit 1999 unterrichtet sie als Professorin an der Musikhochschule Detmold. Stand Februar 2008
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